ABDA: PTA braucht Apotheker-Aufsicht

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Die geplante Konkretisierung, in welchen Fällen PTA einen Apotheker hinzuziehen müssen, ist aus Sicht der ABDA nicht geeignet, das bisherige Sicherheitsniveau zu gewährleisten. „Es wird kaum möglich sein, dafür praktikable abstrakte oder konkrete Kriterien zu definieren.“ So seien weder indikations-, arzneistoff- oder arzneistoffgruppen- oder darreichungsformbezogene Kriterien noch in der Person des Patienten liegende Umstände wie Alter, körperliche oder psychische Einschränkungen, Anzahl der angewandten und/oder verordneten Arzneimittel, in diesem Sinne zu definieren.

Doch auch bei den gedachten Anforderungen an die PTA hat die ABDA Zweifel, dass die Prüfungsleistungen länder- beziehungsweise schulübergreifend gleichwertig sein werden. Ein bundeseinheitlicher Lehrplan oder Prüfungsstoffkatalog sei nicht vorgegeben, vielmehr sollten „geringfügige“ Abweichungen von der Stundentafel erlaubt sein und die Berufsfachschulen einen erheblichen Spielraum bei der Bildung der Vornoten haben. Was die geforderte Fortbildung angeht, verweist die ABDA auf die unterschiedlichen Kammerzuständigkeiten.

Vorschläge dafür macht die ABDA aber nicht. Stattdessen wird gefordert, bei ausländischen PTA eine einjährige Tätigkeit in der jeweiligen Apotheke zu fordern. „Unklar ist, ob die dreijährige Berufstätigkeit auf deutsche Apotheken bezogen ist. Zudem ist fraglich, inwieweit ausländische Fortbildungsnachweise durch den Apothekenleiter als vergleichbar beurteiltwerden können“, heißt es weiter.

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