BPhD-Umfrage

94 Prozent der Pharmaziestudenten sind gestresst APOTHEKE ADHOC, 22.05.2020 13:15 Uhr

Die derzeitige Lage mache die Starrheit der Regelung erneut deutlich: „Wird ein PhiP unter eine behördlich angeordnete Quarantäne gestellt oder wechselt die Apotheke zur Sicherstellung der Versorgung in den Schichtbetrieb, kann dies dazu führen, dass kaum Tage für einen Erholungsurlaub bereitstehen.“ Zudem müsse in dieser Zeit auch die Vorbereitung auf den dritten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung erfolgen. Weitere Stressfaktoren im PJ sind unter anderem das neue Arbeitsumfeld, der Kontakt zu Patienten, die Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit sowie das Anforderungsniveau der Tätigkeiten.

Forderungen des BPhD

Der BPhD zieht daher ein klares Fazit: „Die Arbeit an optimalen Lehr- und Lernbedingungen in der Pharmazie muss stetig fortgesetzt werden.“ Der Beruf des Apothekers sei in seiner Vielfältigkeit weiterhin attraktiv für Abiturienten. Durch eine zukunftsgerichtete Anpassung der AAppO lasse sich das Pharmaziestudium modern und flexibel aufstellen.

Die bereits im November geforderte Novellierung der AAppO rücke wieder in den Fokus: Eine Entzerrung des Studiums habe in den „Thesen zur Ausbildung des Apothekers“ der Bundesapothekerkammer (BAK) keine Erwähnung gefunden, sei aber aus Sicht der Studierenden zwingend notwendig. Denn die Stoffdichte nehme aufgrund der ständig neuen Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten weiter zu. Dies führe dazu, dass sich viele Studierende mit der Stoffmenge überfordert fühlten. Auch die Zeit für eine tiefergreifende selbstständige Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten fehle. „Durch die zeitliche Entlastung würden hierfür Freiräume geschaffen, die sich sowohl positiv auf den Wissensstand und die Fähigkeiten als auch auf die mentale Gesundheit der Absolvierenden auswirken können“, erklärt der BPhD. Im Bereich des PJ sei zudem eine Anpassung und Flexibilisierung der Ausbildungssituation notwendig, die im Zuge der Novellierung der Approbationsordnung Einzug halten müsse.

Stressbewältigung als Teil des Studiums

Der BPhD plädiert zudem, Methoden zur Stressbewältigung als Teil der Einführungsveranstaltungen an allen Pharmaziestandorten einzuführen. Viele der Befragten würden solche Strategien bereits nutzen, wobei es hauptsächlich um Zeitmanagement und Optimierung des Lernsystems gehe. Der BPhD hat hierzu eine Ideensammlung erarbeitet, die Studierenden Methoden zum Lernen an die Hand gibt und so zu einer Entlastung beitragen soll.

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