160.000 Euro Spesen für 47 Anträge

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Angenommen wurde ein Antrag des Apothekerverbandes Schleswig-Holstein zum Thema künstliche Intelligenz. In der Forschung, der Versicherungswirtschaft, der Rechtsfindung und auch in der Medizin kämen bereits vermehrt Systeme des „Deep Learnings“ zum Einsatz – selbstlernende Software. „Wie stellen wir uns als Apotheker zu diesen Anwendungen“, fragte Verbandsvorsitzender Peter Froese.

Wissenschaftliche Heilberufe wie die Apotheker sollten den Nutzwert solcher Anwendungen nutzen, aber immer als „Filter“ hinter der Software die Ergebnisse der künstlichen Intelligenz prüfen. Froese: „Der Mensch trifft die letzte Entscheidung.“ Daher solle die Apothekerschaft den Einsatz künstlicher Intelligenz in Apotheken prüfen und „gegebenenfalls Regeln für deren Einsatz definieren“.

Zu einer längeren kontroversen Diskussion kam es über den Antrag der Landesapothekerkammer Hessen zur Entwicklung einer App, die die Verfügbarkeit von Arzneimittel im Notdienst auch für Patienten und Ärzte erkennbar macht. Eine Delegierte lehnte diesen Vorschlag mit dem Argument ab: „Wenn ich Arzt bin, rufe ich in der Apotheke an.“ DAV-Chef Fritz Becker sah darin ein Einfallstor für die Krankenkassen: „Die hätten vollen Einblick in unsere Warenlager“ und fürchtet neue Ansatzpunkte für Retaxationen. Rainer Bienfait vom Berliner Apothekerverein fügte hinzu: „Auch Konkurrenten hätten Einblick in mein Warenlager.“

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