Weitere Infektionswege möglich?

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PCR-Nachweis schwankend

Auch in Bezug auf die Mehrfachansteckung spielten fäkale Nachweise und Bluttests bereits eine Rolle: Doch Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité, gab Entwarnung: Derzeit sei nur der PCR-Nachweis maßgeblich. Dieser könne jedoch nach der ersten Symptomwoche bei Patienten schwanken und dementsprechend mal positiv und mal negativ ausfallen.

Das PCR-Verfahren wird zur Untersuchung von verschiedenen Krankheiten, aber auch für Vaterschaftstests eingesetzt. Es beruht auf der Polymerase-Kettenreaktion: Die Erbsubstanz eines DNA-Strangs wird dabei mehrfach hintereinander vervielfältigt. Dadurch können bereits geringe Mengen eines Virus nachgewiesen werden. Es wird jedoch nicht das Virus selbst, sondern das Virusgenom nachgewiesen. Dieses kann jedoch auch nach der Genesung einer Erkrankung – beispielsweise bei Masern – häufig noch monatelang nachweisbar sein. Dennoch ist kein infektiöses Virus mehr vorhanden und eine Ansteckung damit nicht mehr möglich.

Schnelltests in der Entwicklung

Bald sollen von einigen Herstellern auch Schnelltests auf den Markt kommen – Testsysteme, analog zu einem Schwangerschaftstest, sind bereits in der Entwicklung. Wie sinnvoll der Einsatz dieser Tests ist, wird aktuell diskutiert: Da ein Nachweis von Antikörpern erst ab einem bestimmten Grenzwert erfolgen kann, besteht die Gefahr von falsch-negativen Ergebnissen. Das könnte zu weiterer Verunsicherung seitens der Bürger führen. Denn der PCR-Test erkennt das Virus oder Virusteile an sich, ein Schnelltest erkennt jedoch nur im Blut vorhandene Antikörper.

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