Risikobewertungsverfahren

Warnhinweis und Obergrenze für Dimenhydrinat APOTHEKE ADHOC, 11.08.2017 14:33 Uhr



Die 39 gemeldeten Fälle schwerwiegender unerwünschter Arzneimittelwirkungen lassen sich wie folgt aufschlüsseln: In sechs Fällen wurde das Medikament versehentlich geschluckt, in neun Fällen war die Indikation nicht genannt, in 14 Fällen wurde das Antiemetikum zur Behandlung eines fieberhaftes Infektes und in zehn Fällen zur Therapie einer Gastroenteritis verwendet. Der Großteil der Todesfälle konnte auf eine Überdosierung und eine damit einhergehende Intoxikation zurückgeführt werden.

Bereits vor fünf Jahren erarbeitete die deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin gemeinsam mit der Kommission für Arzneimittelsicherheit im Kindesalter ein Positionspapier zu den Gefahren der Antihistaminika hin. Die Bindung der Arzneistoffe an zerebrale H1-Rezeptoren verursache besonders bei Kindern zentralnervöse Symptome wie etwa Benommenheit oder in toxischen Dosen Halluzinationen oder Krampfanfälle.

Bei Säuglingen könne ein Atemstillstand ausgelöst werden, hieß es im Papier. Außerdem wiesen die Experten darauf hin, dass für Säuglinge und Kleinkinder die Indikation „Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen bei Reisekrankheit“ in Studien nicht bestätigt wurde und vielmehr Kinder zwischen vier und zehn Jahren unter Kinetosen leiden.

Dimenhydrinat unterdrückt die Wirkung des Botenstoffs Histamin und wirkt so Übelkeit und Erbrechen entgegen. Im Handel sind Präparate als Saft, Zäpfchen, Kaugummi und Tablette, diese können je nach Alter und Gewicht unterschiedlich dosiert werden. Bekannte Marken sind Vomex (Klinge), Vomacur (Hexal) und Superpep (Hermes).

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