Vor- und Nachteile: Das Warten auf den Totimpfstoff

, Uhr

Nebenwirkungsprofil vergleichbar

Doch auch Totimpfstoffe weisen Nebenwirkungen auf. Wie auch bei den mRNA- und Vektorimpfstoffen sind hier zunächst nur die unerwünschten Ereignisse bekannt, die im Rahmen der klinischen Studien aufgetreten sind. Seltene und sehr seltene Nebenwirkungen tauchen meist erst durch die breite Anwendung auf. So wurden beim Impfstoffkandidaten NVX-CoV2373 von Novavax, der nach der Zulassung den Namen Nuvaxovid tragen soll, im Rahmen der Studien unter anderem folgende Nebenwirkungen beobachtet: Kopf- und Muskelschmerzen, Müdigkeit und Reaktionen an der Einstichstelle. So grob betrachtet ähnelt das Nebenwirkungsprofil dem der mRNA-Impfstoffe.

Eines ist jedoch ganz klar: Umso länger jemand auf den Impfschutz wartet, desto höher ist das Infektionsrisiko für die Person. Auch das Risiko, andere Menschen durch eine unbemerkte Infektion anzustecken, steigt. Und je mehr Menschen ungeimpft bleiben, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Mutationen, die unter Umständen infektiöser werden.

Biontech vs. Novavax

Schmerzen an der Einstichstelle
Biontech: Über 90 Prozent
Novavax: In den Studien über 75 Prozent

Kopfschmerzen und Müdigkeit
Biotech: Über 70 Prozent
Novavax: In den Studien rund 40 Prozent

Muskelschmerzen und Schüttelfrost
Biontech: Über 40 Prozent
Novavax: In den Studien rund 40 Prozent

Darüber hinaus kam es bei Comirnaty häufig (zwischen 1 und 10 Prozent) zu Übelkeit. Bei Nuvaxovid trat diese Nebenwirkung im Rahmen der Studien seltener auf. Ähnlich wie bei den mRNA-Impfstoffen scheinen Nebenwirkungen auch bei den Totimpfstoffen häufiger nach der zweiten Impfung aufzutreten.

Der Totimpfstoff von Novavax bietet mit 90 Prozent Wirksamkeit einen hohen Schutz gegen Corona aller Schweregrade. Die Immunisierung mit Nuvaxovid schützt darüber hinaus zu 100 Prozent vor schweren Verläufen.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Weiteres
Kriedel: „Er tritt die Motivationsbremse noch weiter durch“
Ärzte rechnen mit Spahn ab: „Grenze des Machbaren weit überschritten“»
„Versuchskaninchen im Gesundheitswesen“
E-Rezept: Ärzte wollen Einführung mit Petition stoppen»
Einführung trotz winziger Testzahlen
E-Rezept: BMG hält am 1. Januar fest»
Pessina will Apothekenkette verkaufen
Bericht: Walgreens bald ohne Boots»