Vitamin D: Wirksam bei Darmkrebs?

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Im Ergebnis zeigte eine Gabe von Vitamin D keinen signifikanten Vorteil, denn das progressionsfreie Überleben über einen Zeitraum von fünf Jahren betrug unter dem Nahrungsergänzungsmittel 77 Prozent im Vergleich zu 69 Prozent unter Placebo. „Das bedeutet, dass eine Vitamin D-Supplementation das rückfallfreie Überleben bei Patienten mit Tumoren im Verdauungstrakt nicht verbessert hat“, schlussfolgern die Studienautoren.

Im März vergangenen Jahres wurde die Ergebnisse einer Mendelschen Randomisierung wurden im „British Medical Journal“ (BMJ) zur Krebsprävention veröffentlicht. Epidemiologen werteten Daten von insgesamt 70.563 Krebspatienten aus, die an sieben unterschiedlichen Tumoren erkrankt waren. Der Großteil mit 22.898 Patienten litt an Prostatakrebs, 15.748 Patienten hatten Brustkrebs, 12.537 ein Lungenkarzinom, 11.488 ein kolorektales Karzinom, 4369 Eierstockkrebs, 1896 Bauchspeicheldrüsenkrebs und 1627 ein Neuroblastom. Als primärer Endpunkt wurde das Risiko, an einer der sieben Krebsarten zu erkranken, festgelegt.

Zusammenfassend kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss: Es gibt nur wenige Hinweise für einen linearen kausalen Zusammenhang zwischen genetisch determinierten Vitamin-D-Spiegeln im Blut und dem Risiko für Prostata-, Brust-, Lungen-, Ovarial- und Pankreaskrebs sowie kolorektalem Karzinom und Neuroblastom. Auch wenn der Zusammenhang zwischen einem hohen Vitamin-D-Spiegel und einem geringeren Risiko, an Krebs zu erkranken, nicht signifikant sei, könne ein klinisch relevanter Effekt von geringer Größenordnung nicht ausgeschlossen werden.

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