Vitamin D hilft gegen Tropenkrankheit

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Eine Infektion erfolgt durch Sandmücken. Diese Tiere kommen vor allem in den Tropen, im Mittelmeerraum und Asien vor. Vereinzelt wurden Sandmücken auch schon in Deutschland gefunden. Form und Schweregrad der Erkrankung ist abhängig von der Parasiten-Art sowie der individuellen Immunantwort der betroffenen Person. Weltweit unterscheidet man drei Formen:

Innere Leishmaniose (viszerale Leishmaniose)
Diese Form wird auch schwarzes Fieber oder Dum-Dum Fieber genannt. Die Erreger sind vorwiegend in Ostafrika, dem vorderen Orient und Indien vorzufinden. Dieser Parasit befällt vornehmlich die inneren Organe. Unbehandelt führen 3 Prozent der Erkrankungen zum Tode. Zur Behandlung ist in Deutschland das Phosphocholin-Derivat Miltefosin zugelassen, dieser Wirkstoff gehört zur Klasse der Antiparasitika.

Hautleishmaniose (kutane Leishmaniose)
Diese Form ist auch bekannt als Bagdad-, Orient- oder Aleppobeule. Es kommt ausschließlich zu einem Befall der Haut. Die übertragenden Sandmücken nehmen die Leishmanien bei einer Blutmahlzeit auf. Im Darm der Mücken gehen sie einen Entwicklungszyklus durch und gelangen später in den Stechrüssel. Infizierte Mücken geben sie beim Stich weiter. Symptome sind Rötung, juckende Knötchen und Papeln. Daraus können sich schmerzhafte Geschwüre von einer Größe von einem bis zu fünf Zentimetern bilden. Die Vermehrung der Parasiten ist häufig auf den Ort der Infektion beschränkt. Zur systemischen Therapie sind in Deutschland Miltefosin als orale und Paromomycin als intramuskuläre Therapie zugelassen – kortisolhaltigen Salben sind kontraindiziert.

Schleimhautleishmaniose (mukokutane Leishmaniose)
Diese Form befällt neben der Haut auch die Schleimhaut. Der Erreger wird ebenfalls durch bestimmte Mückenarten übertragen. Klinisch zeigt sich eine schwer verlaufende, destruierende Hautläsion ohne spontane Abheilung.

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