Vesoxx: Von Oxyton zu Klosterfrau

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Tabletten mit Oxybutynin sind von verschiedenen Herstellern in Stärken zu 2,5 mg und 5 mg auf dem Markt. Neben der oralen Darreichungsform steht der Wirkstoff auch als transdermales Pflaster zur Verfügung: Kentera (Recordati) enthält 36 mg Oxybutynin – pro 24 Stunden werden 3,9 mg Wirkstoff abgegeben. Alle drei bis vier Tage wird ein neues Pflaster verwendet. Durch die systemische Wirkung kann es bei dieser und der oralen Applikationsform zusätzlich zu Beschwerden wie Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel und verschwommenem Sehen kommen.

Oxybutynin gehört zur Gruppe der Parasympatholytika. Es wird zur Behandlung von neurogenen Blasenfunktionsstörungen wie häufigem Harndrang, Inkontinenz oder Bettnässen eingesetzt. Der Wirkstoff entspannt die glatte Blasenmuskulatur und senkt somit den Harndrang und die Häufigkeit der Blasenentleerung – plötzliche Muskelkontraktionen, sogenannte „Spasmen“, werden stoppt. Dadurch ist eine bessere Kontrolle des Wasserlassens möglich. Die Wirkungen beruhen auf dem kompetitiven Antagonismus an muskarinischen M-Acetylcholin-Rezeptoren.

Farco-Pharma gehört zu Klosterfrau. Es hat seinen Hauptsitz seit 1971 in Köln. Das Unternehmen ist seit mehr als 50 Jahren vor allem auf den urologischen und gynäkologischen Fachbereich spezialisiert. Neben verschiedenen Gleitgelen, Blockerlösungen und der Instillationstherapie werden auch Einmalspritzen hergestellt. Zu den bekanntesten Produkten zählen Instillagel, welches seit 1968 produziert wird, sowie Endosgel, welches 1978 folgte. Mittlerweile findet der Export in zahlreiche Länder wie Hongkong, Kanada, Ägypten, Australien und Kolumbien statt.

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