Lieferprobleme

Valsartan: Wettlauf gegen die Zeit APOTHEKE ADHOC, 25.04.2019 10:00 Uhr aktualisiert am 29.04.2019 11:01 Uhr

Von den Lieferschwierigkeiten sind auch Stada und Aliud betroffen. „Grund hierfür ist eine derzeit generelle Verknappung der Wirkstoffe“, sagt eine Sprecherin. Um Engpässe möglichst zu vermeiden, greife man beim Wirkstoff Valsartan auf insgesamt drei Wirkstoffhersteller zurück. Dadurch konnte seit dem Rückruf im vergangenen Sommer die Lieferfähigkeit zwischenzeitlich wieder hergestellt werden. Da die Wirkstoffproblematik jedoch weltweit auftrete, sei die Verfügbarkeit bei Ausfall des Hauptanbieters auch bei mehreren Quellen begrenzt.

Sowohl Stadapharm als auch Aliud können dem Bad Vilbeler Konzern zufolge nach wie vor gewisse Mengen an Valsartan als Monopräparat sowie Valsartan HCT liefern. „Aufgrund der allgemeinen Engpässe und des daraus resultierenden erhöhten Bedarfs sind die uns zur Verfügung stehenden Mengen jedoch vermutlich schnell abverkauft“, so die Sprecherin. Da Aliud derzeit keine Rabattverträge zu Valsartan-haltigen Präparate begleite, sei die Nachfrage ohnehin sehr gering. Stada habe deshalb verschiedene Größen und Stärken außer Vertrieb gelistet. „Wir gehen aktuell davon aus, voraussichtlich ab Juli wieder lieferfähig zu sein.“

Zu Verzögerungen könne auch die Kontrolle der Ware führen: „Seit Bekanntwerden möglicher NDMA- sowie NDEA-Verunreinigungen bei einzelnen Wirkstofflieferanten unterliegt die Produktion dieser Produkte einem verschärften Kontrollkonzept“, so die Sprecherin. Dies beinhalte die Überprüfung jeder Wirkstoffcharge. Stada habe eine spezifische von Behörden autorisierte Analyse-Methode zur quantitativen Bestimmung von NDMA und NDEA eingeführt. „Somit unterliegen die neu in den Markt gebrachten Chargen unserem erweiterten Kontrollkonzept und damit verbundener ständiger Überprüfungen.“

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