Lieferprobleme

Valsartan: Wettlauf gegen die Zeit APOTHEKE ADHOC, 25.04.2019 10:00 Uhr aktualisiert am 29.04.2019 11:01 Uhr

Den plötzlichen Ausfall von 17 Herstellern zu kompensieren, sei eine große Herausforderung, so der Sprecher. „Mit einer Erhöhung der Produktion konnten wir seit Sommer 2018 die Auswirkungen der Krise nach besten Kräften abfangen und beliefern den deutschen Valsartan-Markt inzwischen mit 87 Prozent des heutigen Gesamtmarktvolumens.“ TAD sei nicht der Verursacher des Versorgungsengpasses. „Dank der erwiesenen Qualität unserer Produkte gehören wir zu den wenigen Herstellern, die von den Verunreinigungen nicht betroffen sind und uneingeschränkt auf dem Markt bleiben dürfen.“

Das Problem: Valsartan spielt immer noch eine wichtige Rolle im Markt. Bis zu 800.000 Packungen werden laut Iqvia pro Monat abgegeben, im Februar waren es rund 632.000 Packungen. Damit ist der Wirkstoff die Nummer 2 nach Candesartan. Müssten die verbliebenen Anwender nun ebenfalls auf einen anderen Wirkstoff umgestellt werden, könnte dies das Aus für Valsartan bedeuten. Denn noch einen Wechsel wird vermutlich kaum ein Arzt seinen Patienten zumuten wollen.

Die Uhr tickt also. TAD hat gegenüber Apotheken einen Ausfall bis Ende Mai angekündigt. Auch andere Hersteller melden, erst in einigen Wochen beziehungsweise Monaten wieder voll lieferfähig zu sein. Bei Teva ist man zuversichtlich: „Wir sind dran“, sagt eine Sprecherin. Nach Stand vom Mittwoch werde erwartet, „zeitnah – in den nächsten Wochen – wieder lieferfähig zu sein“. Ratiopharm und AbZ hatten wie andere Hersteller verschiedene Stärken und Packungsgrößen der Valsartan-haltigen Präparate aus dem Markt genommen.

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