UV-Strahlung senkt Risiko für Multiple Sklerose

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Eine Ausnahme zeigte sich bei solchen Patienten, die mit Interferon beta behandelt wurden – hier zeigte die UV-Strahlung keinen Einfluss. Die Forscher erklären dies damit, dass der Wirkstoff die Vitamin D-Produktion verändert und das natürliche „Süd-Gefälle“ damit aufgehoben wird. Das UV-Licht rege den gleichen Signalweg an wie Interferon – da dieser nur einmal angeregt werden kann, zeigte das UV-Licht also keine Wirkung.

Risiken nicht außer Acht lassen

Trotz ihrer positiven Ergebnisse warnen die Forscher:innen vor übermäßiger UV-Exposition. Insbesondere bei hellhäutigen und rothaarigen Personen fördere das Sonnenlicht die Entstehung von Hautkrebs. Man solle sich daher an die allgemeinen Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halten. Etwa eine halbe Stunde Sonnentanken pro Tag sei sinnvoll – auch oder gerade für Menschen mit MS.

Neben Epilepsie zählt die MS zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, auch viele junge Menschen sind von der Erkrankung betroffen. Oft haben sie einen langen Leidensweg mit vielen Fehldiagnosen hinter sich. Allein in Deutschland leben eine Viertelmillion Menschen mit der aktuell noch unheilbaren Krankheit. Rund zwei Drittel der Patienten spüren erste Symptome zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.

 

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