Polypharmazie

Multimedikation gefährdet Senioren Nadine Tröbitscher, 08.05.2017 14:03 Uhr



Zudem bemängeln Experten das fehlende Gesundheitsbewusstsein der Patienten. Polypharmazeutisch behandelte Personen sind sich laut Gesundheitsmonitor der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2011 den Risiken ihrer medikamentösen Therapie nicht bewusst. Etwa 60 Prozent der Patienten finden es sogar überflüssig, wenn der Arzt weniger Medikamente verordnen will. Denn etwa 72 Prozent der Betroffenen glauben, dass alle Ärzte einen Überblick über die Medikation der Kollegen haben.

Patienten, die mindestens drei verschiedene Medikamente über einen Zeitraum von 28 Tagen parallel einnehmen müssen, haben seit Oktober Anspruch auf einen Medikationsplan, den der Hausarzt erstellt. Dieser Plan soll sowohl alle verschreibungspflichtigen als auch rezeptfreien Medikamente beinhalten.

Protokolliert werden Wirkstoff, Dosierung und Einnahmegrund. „Diese Maßnahme ist ein sinnvoller Schritt zu mehr Transparenz bei der Medikamentenverordnung. Polypharmazie entsteht vielfach aus der verbreiteten Vorstellung, dass jede Krankheit gleichwertig und gleichzeitig mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln behandelt werden muss“, sagt Braun. Eine Studie der hkk im laufenden Jahr soll einen Nachweis über den Nutzen des Medikationsplans, seiner Vollständigkeit, Korrektheit und damit des erhofften Nutzens im Arzneimittelalltag liefern.

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