Telemedizin bekommt Leitlinie

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Hautkrebs

Zur telemedizinischen Behandlung von Hautkrebs liegen die meisten Publikationen vor. Da die Studien zeigen, dass die Präsenzdiagnsotik in einigen Punkten der Telemedizin überlegen war, sollte eine Entscheidung für oder gegen eine telemedizinische Behandlung situationsadaptiert gestellt werden. Bei Hautkrebs kann sogar die Primärdiagnostik unter bestimmten Umständen digital erfolgen. So heißt es in der Leitlinie: „Die Primärdiagnostik melanozytärer Läsionen auf der Basis teledermatologischer Befunde kann erwogen werden, wenn die morphologischen Befunde klinisch eindeutig sind und die notwendigen zusätzlichen anamnestischen und klinischen Angaben erhoben werden können. Bei klinisch unklarem Befund soll eine dermatoskopische Untersuchung erfolgen. Diese kann teledermatologisch oder als Präsenzuntersuchung durchgeführt werden.“

Wundbehandlung

Beim Thema „Behandlung chronischer Wunden“ konnte kein 100-prozentiger Konsens zur Empfehlung oder Ablehnung der Teledermatologie gegeben werden. So findet die Primärdiagnostik mittels Telemedizin nur eine Zustimmung von 75 Prozent. Gleiches gilt für die Verlaufskontrolle von chronischen Wunden. Eine eindeutige Empfehlung gab es für die telemedizinische Qualitätsprüfung als unterstützende Maßnahme beim Anlegen von Verbänden oder Kompressionssystemen.

Bei zahlreichen dermatologischen Erkrankungen kann die Teledermatologie unterstützen. Bei chronischen Leiden kann die Verlaufskontrolle durch Online-Termine gegebenenfalls engmaschiger erfolgen. Die Patienten müssen nicht zwangsläufig in die Praxis kommen, das macht die Leitlinie klar. Hierdurch kann der Alltag der Betroffenen erleichtert werden. Gerade für allgemeine Beratungsgespräche, Auswertungen von Blutbildern oder Kontrolluntersuchungen, bei denen der Patient im Vorhinein keine Verschlechterung empfindet, kann ein Termin per Video angezeigt sein.

 

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