Spermidin: Mit Autophagie gegen Demenz

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Der neue Ansatz sei wichtig, da die erwünschten Wirksamkeitsnachweise für Anti-Amyloid-Wirkstoffe noch auf sich warten lassen. Daher müsse sich die Forschung mehr auf die Prävention konzentrieren, betonte Professor Stephan Sigrist von der Freien Universität Berlin. Aktuell steht die spermidininduzierte Autophagie bei der Prävention von Demenz im wissenschaftlichen Fokus. Erste positive Ergebnisse konnten bereits 2018 in einer randomisierten, placebokontrollierten Phase-IIa-Studie beobachtet werden.

Das Forscherteam der Charité Berlin untersuchte nun bei 30 Teilnehmern ab 60 Jahren mit subjektiver kognitiver Verschlechterung den Effekt einer täglichen Supplementation von Spermidin auf die Gedächtnisleistung: Die Probanden erhielten entweder 1,2 mg Spermidin in Kapselform pro Tag oder Placebo. Schon nach drei Monaten wurde in der Versuchsgruppe eine moderate Verbesserung der Gedächtnisleistung gegenüber der Kontrollgruppe festgestellt.Sowohl Tiermodell- wie auch Zellkulturstudien konnten zeigen, dass der Abbau von molekularem Zellmüll – wie potenziell zellschädigenden Proteinaggregaten – durch eine spermidininduzierte Autophagie ausschlaggebend zu sein scheint.

Die Supplementation von Spermidin stellt daher eine mögliche Interventionsstrategie bei abnehmender Gedächtnisleistung dar. Derzeit läuft die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Folgestudie „SmartAge“ an der Charité: Mit ihr werden die demenzpräventiven Effekte der Supplementation mit Spermidin an 100 Probanden über einen Studienzeitraum von zwölf Monaten getestet. Die Ergebnisse der Studie werden im Herbst 2020 erwartet.

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