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Sartane: Dosierung richtig umrechnen APOTHEKE ADHOC, 13.07.2018 12:38 Uhr

Losartan, Candesartan und Valsartan sind auch zur Therapie der Herzinsuffizienz geeignet. Hier gibt die AMK folgende Vergleichswerte an:

  • Valsartan: Startdosis 2 x 40 mg, Erhaltungsdosis 2 x 160 mg
  • Candesartancilexetil: Startdosis 1 x 4 mg oder 1 x 8 mg, Erhaltungsdosis 1 x 32 mg
  • Losartan: Startdosis 1 x 12,5 mg, Erhaltungsdosis 1 x 100 mg bis maximal 1 x 150 mg

Alle Sartane sind von der chemischen Struktur her Imidazolderivate, die an der Biphenylseitenkette oder dem Tetrazolring modifiziert wurden. Während die meisten Sartane in ihrer aktiven Form appliziert werden, sind Candesartan, Olmesartan und Azilsartan inaktive Ester-Prodrugs, die dann in vivo in die aktive Form umgewandelt werden.

Die Fläche unter der Kurve der Serumkonzentration/Zeit (AUC) von allen verfügbaren Sartanen wird durch Nahrung nicht signifikant beeinflusst. Deshalb können alle Sartane unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden, allerdings wird eine Applikation zur gleichen Tageszeit empfohlen. Alle Wirkstoffe haben eine lange Wirkdauer (24 Stunden) und werden einmal täglich eingenommen. Bezüglich der Dosierung gibt es daher keine Unterschiede; daher wird die Compliance in dieser Hinsicht nicht beeinflusst.

Einige Substanzen dissoziieren langsam vom AT1-Rezeptor. Wissenschaftler leiteten in einer älteren Studie im Austrian Journal of Cardiology daraus keine klinische Relevanz ab oder beobachteten keine. Für Azilsartan wurde bei einer Dosis von 80 mg eine signifikant höhere Senkung des systolischen Blutdrucks als unter den zugelassenen Höchstdosen von Olmesartanmedoxomil und Valsartan erreicht. Pharmakologische Unterschiede korrelieren nicht zwangsweise mit einer klinischen Relevanz. Hierzu ist die Datenlage noch spärlich; weitere Untersuchungen sind erforderlich.

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