Orale Retinoide

Retinoide: Checkliste für Apotheken APOTHEKE ADHOC, 10.09.2019 15:20 Uhr

Retinoidhaltige Arzneimittel werden in oralen oder topischen Darreichungsformen zur Behandlung verschiedener Formen der Akne, von schweren chronischen Handekzemen sowie von schweren Formen der Psoriasis oder Verhornungsstörungen angewendet. Tretinoin, Bexaroten und Alitretinoin sind auch zugelassen zur Behandlung verschiedener onkologischer Erkrankungen. Die nun beschlossenen Änderungen basieren auf einer Überprüfung durch den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC).

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Acitetrin erhalten zudem weitere Sicherheitshinweise: Die neuen Erkenntnisse in Bezug auf die Bauchspeicheldrüse müssen entsprechend in die Fach- und Gebrauchsinformationen aufgenommen werden. Die neuen Änderungen beziehen sich auf die Pankreas-Problematik: Retinoide erhöhen die Triglyceridspiegel, dies wiederum hat oft eine akute Pankreatitis zur Folge. Zudem wird die Pankreatitis bereits als Unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) bei Isotretinoin aufgeführt. Bei Arzneimitteln, die Alitretinoin oder Isotretinoin zum Einnehmen enthalten, wird zudem darauf hingewiesen, dass im Zusammenhang mit ausgeprägter Hypertriglyceridämie über akute Pankreatitis zum Teil mit tödlichem Verlauf berichtet wurde. Demzufolge wird nun hinzugefügt, dass die Behandlung mit Acitretin abzusetzen ist, wenn eine Hypertriglyceridämie nicht kontrollierbar ist oder wenn Symptome einer Pankreatitis auftreten.

Die Fach- und Gebrauchsinformationen von acitretinhaltigen Arzneimitteln müssen dementsprechend angepasst werden. Die Hersteller müssen die Umsetzung bis zum 9. Oktober nachweisen. Folgende Hinweise sind nun zu beachten: Die nüchternen Serumwerte für Cholesterin und Triglyceride müssen vor Einleiten der Behandlung, einen Monat nach Therapiebeginn und danach alle drei Monate für die Dauer der Behandlung überprüft werden. Wenn eine Hypertriglyceridämie nicht kontrollierbar ist oder wenn Symptome einer Pankreatitis auftreten, muss die Behandlung mit Acitretin abgebrochen werden. Patienten sollen umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn sie starke Bauch- und Rückenschmerzen bekommen, da diese Anzeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse sein können.

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