Pregabalin: Missbrauch steigt

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„Pregabalin ist nach Opiaten, Benzodiazepinen, Cannabis und Alkohol zur fünfthäufigsten missbrauchten Substanz aufgestiegen“, so der Mediziner. Die Daten aus dem Giftnotruf bestätigen die Aussage. Wurde 2008 lediglich drei Anrufe registriert, waren es 2015 bereits 71. Bereits vor drei Jahren war die Landesärztekammer Baden-Württemberg zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Der Missbrauch nimmt kontinuierlich zu und stellt ein bedeutendes gesundheitliches Risiko dar. Fehlt der Nachschub, treten Entzugserscheinungen wie Unruhe, Zittern, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen auf. Die Vergiftungen verlaufen mittelschwer bis schwer. Woher die Ware kommt, ist nicht genau bekannt. Zum einen ist das Medikament auf dem Schwarzmarkt zu finden, zum anderen werden Verordnungen erschlichen.

Auffällig sei außerdem, dass in einem Großteil der dokumentierten Fälle auch andere Drogen konsumiert wurden. Bei zwei Drittel der Konsumenten konnten vier oder mehr Substanzen im Blut nachgewiesen werden. Ein Mischkonsum kann zu schwerwiegenden Intoxikationen führen. Ohnehin sind laut Studie Patienten, die bereits an einer Suchterkrankung leiden, besonders anfällig für den Pregabalin-Missbrauch. Typische Symptome eines Missbrauchs können Atemnot, Unruhe, Halluzinationen, Aggressionen oder epileptische Anfälle sein.

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