PhiP auf Station: Projekt Arzneimittelanamnese

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Andraschko zufolge sei eine fehlerhafte Arzneimittelanamnese eine Hauptursache der Verordnungsfehler im Klinikum. „Befragungen haben ergeben, dass dies ein zentrales Problem im Klinikalltag und verbesserungswürdig ist“, sagt sie. „Mit der stationären Aufnahme liegt die Verantwortung für die Arzneimitteltherapie des Patienten, inklusive Vormedikation, beim behandelnden Arzt des Krankenhauses.“ Die Arzneimittelanamnese dient daher insbesondere dem Arzneimittelmanagement an der Schnittstelle ambulant-stationär. „Die Ärzte bewerten das Projekt sehr positiv. Wir sind eine große Hilfe für sie“, sagt Andraschko. „Wir verbessern die intersektoralen und interdisziplinäre Kommunikation, die im Aktionsplan AMTS gefordert wird.“

Die Verbesserung der Arzneimitteltherapie- und damit der Patientensicherheit war auch für die Teilnehmer des 25. Kasseler Symposiums für Krankenhausapotheker ein großes Thema. Diskutiert wurde unter anderem welchen Mehrwert der flächendeckende Einsatz von Stationsapothekern in Krankenhäusern hat, denn diese sind im Klinikalltag eher die Ausnahme als die Regel. „Stationsapotheker entlasten das Personal und kümmern sich um Prozesse, die aufwendiger und unübersichtlicher werden, beispielsweise im Bereich Aufnahme- und Entlassmanagement“, sagte Dr. Holger Knoth, Leitender Apotheker des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus an der TU Dresden.

Dass die Beratung eine zentrale Rolle in der Tätigkeit des Stationsapotheker einnimmt, demonstrierte PD Dr. Carina Hohmann mit den Worten: „Man kann kein Medikament und keinen Laborwert isoliert betrachten. Man muss patientenindividuell entscheiden.“ Auch die Ausbildung wurde im Rahmen der Veranstaltung thematisiert. Denn wie wird man denn Stationsapotheker? „Eine klare Antwort gibt es nicht, sagte Dr. Yvonne Hopf, Fachapothekerin für Klinische Pharmazie am Klinikum der Universität München. „Es gebe kein Patentrezept und keinen klassischen Ausbildungsweg“, ergänzt sie. Vielmehr seien zertifizierte Fortbildungen, Besuche von Konferenzen und das Studium von Fachzeitschriften einer der Möglichkeiten, diesen Weg zu bestreiten.

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