Paracetamol: Erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Diabetikern?

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In den vergangenen Jahren wurde die Sicherheit des Analgetikums durch zahlreiche Studien in Frage gestellt: Unter anderem wurden Zusammenhänge zwischen der Einnahme von Paracetamol mit Asthma, ADHS bei Kindern und einem gesteigerten Risiko von Knochenbrüchen gezeigt.

Paracetamol wird üblicherweise in Abhängigkeit von Alter und Körpergewicht dosiert. In der Regel sollte die Einzeldosis maximal 10 bis 15 mg/kg KG betragen. Die Tageshöchstdosis beträgt 60 mg/kg KG. Entsprechend können ab einem Gewicht von 50 kg 1000 mg Paracetamol als Einzeldosis Anwendung finden. Pro Tag dürfen maximal drei Tabletten zu 1 g eingenommen werden. Vorsicht ist bei Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen geboten. Der Wirkstoff besitzt analgetische und antipyretische Eigenschaften. Das Acetamid ist jedoch kaum entzündungshemmend und wird in der Leber metabolisiert. Die Wirkung beruht auf einer starken Hemmung der cerebralen und schwachen Hemmung der peripheren Prostaglandinsynthese. Außerdem wird das hypothalamische Temperaturregulationszentrums beeinflusst.

Erst vor kurzem analysierten Schmerzexperten die Studienlage zu Paracetamol: Die Daten zeigen, dass der Wirkstoff zu 1 g gegenüber der geringeren Dosis zu 500 mg in Wirksamkeit und Dauer signifikant überlegen ist, ohne das Nebenwirkungsrisiko zu erhöhen. In hoher Dosierung erfuhren 64 Prozent der Patienten eine Schmerzlinderung um die Hälfte, in der geringeren Dosierung waren es 52 Prozent. Zudem bringe dir richtige Dosierung im Akutfall auch Vorteile. So könne das Risiko einer Chronifizierung bei Kopfschmerzpatienten gemindert werden. Eine Cochrane-Analyse zeigte, dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen in hoher und geringer Dosierung gleichermaßen auftraten.

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