Piperacillin/Tazobactam: Hexal will Notstand abfedern

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Piperacillin/Tazobactam ist ein Breitband-Antibiotikum, das gegen verschiedene Arten von Bakterien wirkt. Piperacillin/Tazobactam wird so unter anderem bei Erwachsenen und Jugendlichen zur Behandlung von schweren Pneumonien, komplizierten Harnwegsinfektionen, komplizierten intraabdominellen Infektionen sowie komplizierten Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes eingesetzt.

Bereits im Dezember schlugen Experten wegen des Lieferengpasses bei Piperacillin in Kombination mit Tazobactam Alarm. Ärzte müssten auf Alternativen mit anderem Wirkspektrum und erheblichen Nebenwirkungen ausweichen, so die Kritik.

Krankenhäuser der Maximalversorrgung wie das Universitätsklinikum in Freiburg können noch auf Vorräte zurückgreifen. Wo das Notfallantibiotikum zum Einsatz kommt, wird derzeit in Zusammenarbeit mit der Infektologie interdisziplinär entschieden. „Diesen Luxus können sich kleinere Häuser nicht leisten“, sagt der Leiter der Klinikapotheke, Dr. Martin J. Hug.

Zuletzt kam der Notparagraph im Juni zur Anwendung. GlaxoSmithKline (GSK) konnte Infanrix hexa nicht liefern, bei Sanofi Pasteur MSD war Hexyon betroffen. Die beiden Impfstoffe werden standardmäßig zur Grundimmunisierung von Säuglingen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus-influenzae-b, Poliomyletisi und Hepatitis B angewendet.

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