Dosierung: Apotheker muss entscheiden

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Auch bei Comedikation mit entsprechenden Enzyminduktoren müsse eine effektive Comedikation sichergestellt werden, so der voraussichtliche Tenor. Wie in Großbritannien soll der Einsatz einer Kupferspirale vorgeschlagen werden. Da dies im Versorgungsalltag zu Zeitverzögerungen führen würde und angesichts der neuerlichen Einbindung des Arztes insgesamt wenig praktikabel ist, dürfte die Gabe einer zweiten Tablette als Alternative deutlich häufiger zur Disposition stehen.

In der Selbstmedikation würde die Verantwortung dafür bei den Apotheken liegen – umso erstaunlicher mutet es daher an, dass mit dem Schreiben ausschließlich die Gynäkologen informiert werden sollen. Wann das Schreiben verschickt wird, war bislang nicht zu erfahren.

Spannend wird die Frage, wie die neue Vorgabe im Leitfaden der Bundesapothekerkammer (BAK) umgesetzt wird. Bislang werden potenziell relevante Interaktionen erwähnt. Konkrete Empfehlungen gibt es aber derzeit nicht: „Weitere Angaben zu gegebenenfalls relevanten Wechselwirkungen finden sich in den jeweils gültigen Fachinformationen, auf die ausdrücklich hingewiesen wird“, heißt es. Apotheker sollen die Dauermedikation protokollieren und die Patientin gegebenenfalls zum Arzt schicken, der dann über die Einlage einer Kupferspirale entscheiden soll.

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