Materialprobleme bei Intrauterinpessaren

Nach Ringbrüchen folgen Spiralbrüche

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Die Kupferspirale ist das am häufigsten angewandte IUP und besteht aus Plastik und Kupfer. Die T-förmige oder Omega-förmige Spirale wird in die Gebärmutterhöhle eingelegt (intrauterin). Die freigesetzten Kupfer-Ionen schädigen die Spermien und wirken so empfängnisverhütend. Zusätzlich wird die Schleimhaut des Muttermundes und der Gebärmutter verändert. Der Effekt ist, dass die Spermien auf ihrem Weg in die Gebärmutter gestoppt werden und sich eine möglicherweise doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann. Die Kupferspirale eignet sich auch als Notfallkontrazeptivum, insofern hormonelle Alternativen kontraindiziert sind.

Der Frauenarzt setzt die Spirale während der Periode in die Gebärmutterhöhle ein, der korrekte Sitz wird nach dem Eingriff mittels Ultraschall überprüft. Rückholfäden, die in die Scheide hineinragen geben der Anwenderin die Möglichkeit die Lage der Spirale auch daheim zu kontrollieren. Der Schutz besteht für bis zu fünf Jahre. Ein IUP eignet sich gut für Frauen, die längerfristig verhüten möchten oder deren Familienplanung abgeschlossen ist. Der Pearl-Index liegt bei 0,4 bis 1.

Materialprobleme gab es vergangenes Jahr auch bei den hormonellen Verhütungsringen: Zahlreiche Chargen des GinoRinges (Exeltis) wurden zurückgerufen. Auch die Verhütungsringe VeriAristo (Aristo) und Cyclelle (Hexal) neigten zu Brüchen. Bei den zurückgerufenen Chargen traten bei mehr als 1 Prozent in Bezug auf die Gesamtchargengröße Ringbrüche auf.

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