Cannabis im Apothekenalltag

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Cannabis können alle Patienten erhalten, bei denen andere Therapien nicht anschlagen. Mögliche Einsatzgebiete sind Schmerzen, Spasmen infolge von MS, Übelkeit sowie der Einsatz zur Appetitsteigerung. „Das Gesetz legt bewusst keine Indikation fest”, betont Cremer-Schaeffer. Die Verantwortung werde vollständig in die Hände der Ärzte gelegt. Letztlich sei es die Entscheidung des Arztes, ob, wie und bei welcher Indikation Cannabis eingesetzt werde.

Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, sollen sich Ärzte auch über die möglichen Darreichungsformen erkundigen. Professor Dr. Karl Broich, Präsident des BfArM, spricht sich für eine Aufklärung der Ärzte aus, um auch bestehende allgemeine Unsicherheiten zu beseitigen. Dies könne zum Beispiel in Form einer Liste mit Fragen und Antworten geschehen.

Laut Cremer-Schaeffer rät die wissenschaftliche Literatur vom Rauchen der Cannabisblüten ab, empfiehlt dagegen die Inhalation. Vaporisatoren werden ebenfalls ab März als medizinische Hilfsmittel anerkannt und erstattet. Für die Extrakte sei eine orale Aufnahme vorgesehen in Form von Tropfen und öligen Rezepturen.

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