BfArM: Kein deutsches Cannabis vor 2019

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Allerdings wird die Cannabisagentur den Herstellerabgabepreis festlegen und das Cannabis an Hersteller von Cannabisarzneimitteln, Großhändler oder Apotheken verkaufen. Dabei darf das BfArM nach eigenen Angaben keinerlei Gewinne oder Überschüsse erzielen; bei der Preisbildung würden lediglich die anfallenden Personal- und Sachkosten berücksichtigt. Für den Abgabepreis in der Apotheke gelten dann die Regelungen nach den gesetzlichen Preisvorschriften.

Wie viel Cannabis benötigt wird, will das BfArM erst in der Ausschreibung schätzen. Bei den bislang etwa 1000 Patienten mit Ausnahmeerlaubnis und einem durchschnittlichen Tagesbedarf von einem Gramm pro Person würden 365 Kilogramm pro Jahr benötigt. „Für die Zukunft wird genau zu beobachten sein, wie sich das Verschreibungsverhalten entwickelt und inwieweit Cannabis für Patientinnen und Patienten eine adäquate Behandlungsform darstellt“, so das BfArM. Grundsätzlich solle der Zugang zu Cannabisarzneimitteln nur solchen Patienten offen stehen, die mit anderen verfügbaren Arzneimitteln nicht zufriedenstellend therapiert werden könnten.

Bis deutsche Ware zur Verfügung steht, muss Cannabis weiterhin importiert werden; dies soll auch in Zukunft eine zusätzliche Möglichkeit sein. Grundsätzlich kann Cannabis aus jedem Land importiert werden, das den Anbau zu medizinischen Zwecken unter staatlicher Kontrolle durchführt und Arzneimittelqualität anbieten kann. Derzeit wird Cannabis aus den Niederlanden und aus Kanada importiert, wobei aus den Niederlanden nur Überbestände exportiert werden. Lieferanten wie Pedanios und MedCann haben sich seit 2016 auf dieses Feld spezialisiert.

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