Klinikapotheker als Co-Piloten der Ärzte

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Eine weitere Schwierigkeit: Das Medikationsmanagement wird nicht von den Krankenkassen getragen. „Es wird aus dem Krankenhausbudget finanziert“, erklärt Berger. Dass funktioniert, weil die Leistung die Arzneimittellogistik der Klinik verbessert: Wenn schon vor Ankunft des Patienten abgeschätzt werden kann, welche Präparate er benötigt, können diese vorbestellt werden. Teure Einzelbestellungen beim Großhändler bleiben aus.

Ein ähnliches Projekt wie in Bad Berka gibt es am Saale-Unstrut-Klinikum Naumburg. Dort übernimmt Apothekerin Franziska Frank seit einem Jahr den Medikationscheck für Patienten. 24 Stunden pro Woche analysiert sie die Medikation auf allen Stationen. Im Jahr werden 14.000 Patienten im Klinikum behandelt. Franks Arbeit begann im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts, das der Apothekenleiter der Uniklinik Jena, Professor Dr. Michael Hartmann, gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor der Naumburger Klinik, Dr. Bernd Lobenstein, initiiert hatte.

Das Projekt lief so erfolgreich, dass Frank ab dem kommenden Jahr unbefristet in Naumburg Medikationen prüfen und gegebenenfalls optimieren soll. Außerdem wird 2016 nach dem gleichen System auch in der Zeitzer Klinik ein Apotheker die Ärzte unterstützen.

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