Klinikapotheker als Co-Piloten der Ärzte

, Uhr



Apotheker und Ärzte arbeiten an der Klinik in Bad Berka eng als Team zusammen. „Das Verhältnis zwischen den Berufsgruppen ist bei uns sehr gut“, sagt Berger. „Wir Apotheker führen die pharmazeutische Anamnese durch, die Ärzte nehmen sie in ihre medizinische Anamnese auf“, erklärt sie. In der Datenbank der Klinik vermerkten die Ärzte ihre Verordnungen, die dann sofort auch für die Apotheker einsehbar seien. „Wir greifen auch häufig zum Telefon und besprechen mit den Ärzten eine Dosisanpassung oder die Dauer einer Medikamentengabe“, ergänzt Berger.

In Bad Berka sind nur 4,5 Planstellen für Apotheker vorgesehen. Die Mitarbeiter bieten das Medikationsmanagement zusätzlich zur Arzneimittelversorgung der Klinik an. Dabei werden die Apotheker von Pharmazeuten im Praktikum (PhiP) und Kollegen in Forschungsprojekten unterstützt. Dem stehen 46.000 Patienten gegenüber, die jährlich in der Klinik behandelt werden.

Berger sieht die Personalaufstellung kritisch: „Ich hätte gerne mehr Mitarbeiter.“ Dann könnten zum Beispiel die letzten zwei Stationen angeschlossen werden, die noch nicht von ihrer Leistung profitierten. Außerdem will Berger enger mit dem ambulanten Dienst zusammenarbeiten: „So könnten Medikationsumstellungen nachhaltiger kommuniziert werden.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Klinikversorgung verdoppelt
Testzelt-Vandalismus im Umbaustress »
Weiteres
Inhaber erklärt Lieferkonzept
Botendienst: Einmal pro Woche reicht»
Beschränkungen für den Einzelhandel
Kein 2G für Apotheken»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»