Klinikapotheker als Co-Piloten der Ärzte

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Aus den Angaben der Patienten wird ein Medikationsplan erstellt, der während des Klinikaufenthalts ständig aktualisiert wird. Im Durchschnitt nimmt ein Patient acht verschiedene Medikamente ein, schätzt Berger. Die vom Hausarzt verordneten Präparate müssen die Apotheker zudem durch klinikeigene ersetzen. „Diese Arbeit fällt bei nahezu jedem Patienten an“, sagt Berger.

Auch nach der Entlassung begleiten die Krankenhausapotheker ihre Patienten, zumindest indirekt: Jeder bekommt einen Arzneimittelpass ausgestellt. Darauf vermerken die Apotheker alle aktuell eingenommenen Mittel sowie deren Wirkstoff, Darreichungsform und Dosierung. Außerdem beinhaltet der Pass Hinweise, wie die Präparate angewendet werden sollen.

Um belegen zu können, was der Medikationscheck bringt, führt Berger eine Statistik: „Wir stellen pro Jahr mehrere tausend Interaktionen fest“, berichtet sie. Diese seien bei weitem nicht immer schwerwiegend. Trotzdem handeln die Apotheker dann sofort und tauschen etwa Arzneimittel aus. „Viele unnötige Krankenhausaufenthalte würden sich mit einem Medikationsplan verhindern lassen“, sagt die Klinikapothekerin. Jedes Jahr gebe es in Deutschland etwa 16.000 Arzneimitteltote.

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