HIV-Prophylaxe

Immer mehr schwule Männer nutzen PrEP dpa, 08.06.2018 11:48 Uhr

Die Deutsche Aids-Hilfe in Berlin sieht die Prophylaxe als zuverlässigen Schutz vor HIV. „Für uns ist PrEP neben Kondomen und einer gut behandelten HIV-Therapie eine gleichwertige Schutzmethode“, sagt Sprecher Holger Wicht.

Die Kosten für die Medikamente sind seit der deutschen Zulassung 2016 von 820 Euro auf 50 bis 70 Euro im Monat gesunken. Kassen übernehmen die Kosten nicht. Dazu kommen Arzt- und Laborkosten, die von PrEP-Nutzern aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Das kann sich zusätzlich auf mehrere hundert Euro pro Quartal summieren. Auch deshalb seien PrEP-Nutzer in Deutschland bislang vor allem schwule Männer um die 40 Jahre mit Abitur und einem überdurchschnittlichem Einkommen, sagt Streeck. Die Daten seiner Studie basieren auf Angaben von Pharmaherstellern und Apotheken.

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter will erreichen, dass die Kassen in Zukunft die Arztkosten übernehmen. „Es geht nicht nur um eine Pille“, sagt Vorstand Knud Schewe. „Ohne begleitende Präventionsberatung beim Arzt mit Gesundheitschecks läuft die PrEP ins Leere.“ Auch rein finanziell könnte die PrEP für das Gesundheitssystem von Interesse sein: Eine Studie der Universität Rotterdam hat 2017 ergeben, dass HIV-Prophylaxe in Deutschland bis zu 9000 HIV-Infektionen verhindern könnte. Zum Vergleich: Eine Therapie für HIV-positive Menschen kostet für einen Kassenpatienten bis zu 18.000 Euro im Jahr.

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