Kombipräparate: Von wegen wilde Mischung

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Monopräparate seien der Goldstandard in der Behandlung der Erkältungskrankheiten, so Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz im aktuellen Testmagazin. Kombinationspräparate hingegen entsprächen keinem rationalen Therapieansatz, da oft nicht alle Inhaltsstoffe zur optimalen Therapie benötigt würden. Alle Präparate mit einer Kombination mehrerer Wirkstoffe wertete Öko-Test daher ab; kein Vertreter bekam die Note „sehr gut“.

Ibuprofen wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. Der Wirkstoff hemmt nicht-selektiv die Cyclooxigenasen I und II (COX-1 und -2) und vermindert somit die Produktion von Prostaglandinen, die Entzündungen vermitteln. Besonders die Prostaglandine, die aus der Arachidonsäure-Kaskade entstehen, verstärken Entzündungen und die Schmerzwahrnehmung. Die Halbwertszeit beträgt etwa zwei bis drei Stunden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen gastrointestinale Beschwerden.

Pseudoephedrin ist ein indirektes Sympathomimetikum und wirkt stimulierend. Der Wirkstoff schüttet verstärkt Catecholamine aus und hemmt deren Wiederaufnahme. Die Folge ist eine Gefäßverengung und eine abschwellende Wirkung auf die Nasenschleimhäute. Das „Nasenspray zum Einnehmen“ hat eine Halbwertszeit von etwa 9 bis 16 Stunden. Nebenwirkungen können Herzrasen, Blutdruckanstieg oder Unruhe sein.

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