Kombipräparate: Von wegen wilde Mischung

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Ibuprofen sollte mit Pseudoephedrin (PSE) kombiniert werden. Das biete den Vorteil, auch die Nasennebenhöhlen zu erreichen. „Oral aufgenommene Wirkstoffe tragen so zu deren besserer Belüftung bei. Lokal wirkende Nasensprays und -tropfen kommen dort gar nicht hin“, so Professor Dr. Ludger Klimek, HNO-Arzt aus Wiesbaden. Weiter führt er aus: „Die schnelle Besserung möglichst vieler Symptome ist mit einem Wirkstoff allein gar nicht zu erreichen. Sie wird vom Patienten jedoch erwartet, schließlich möchte er seinen Alltag weiter aktiv gestalten. Die Anwendung eines Kombi-Präparats ermöglicht ihm dies.“ Verwender verspüren laut einer Umfrage nach etwa 30 Minuten eine Linderung der Beschwerden.

Der Einsatz der Kombinationen könne sowohl in der Selbstmedikation als auch nach Arztempfehlung zum Einsatz kommen. Tritt nach fünf Tagen keine Besserung der Beschwerden auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

In der Selbstmedikation kommt es auf die Beratung in der Apotheke an. Kombinationspräparate verbessern die Lebensqualität der Betroffenen und erhöhen die Compliance, sind jedoch bei einigen Erkrankungen kontraindiziert. Auch mögliche Wechselwirkungen sind mit dem Patienten zu besprechen. Öko-Test kritisierte die Kombi-Präparate unlängst gar als „wilde Mischung“.

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