Homöopathie-Kritiker gegen Apothekenpflicht

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In Deutschland geben Verbraucher pro Jahr rund 360 Millionen Euro in der Selbstmedikation für Homöopathika aus (Apothekenverkaufspreise, AVP). Dazu kommen etwas mehr als 90 Millionen Euro über Verordnungen. Insgesamt werden rund 50 Millionen Packungseinheiten pro Jahr verkauft. Führende Anbieter sind DHU, Heel, Hevert, Pflüger, Orthim und Pascoe.

Über die Aufnahme in die OTC-Ausnahmeliste wird seit Jahren gestritten. Hersteller, aber auch Patienten haben versucht, den Anspruch einzuklagen – meist ohne Erfolg. Die Unternehmen fühlen sich diskriminiert: Homöopathische Arzneimittel könnten nie – wie gefordert – Therapiestandard in der Schulmedizin sein, weil sie aus einem anderen Therapiesystem kämen, so das Argument. Viele Kassen erstatten Homöopathika mittlerweile als Satzungsleistung.

2009 hatte Pflüger beantragt, alle homöopathischen Arzneimittel in die Apothekenpflicht zu überführen. Konkret ging es um eine Liste von derzeit 33 homöopathischen Arzneimitteln, die im Rahmen der Nachzulassung mit dem Zusatz „traditionell angewendet bei...“ versehen wurden. Seit 2014 sind in Filialen der Drogeriekette dm unter der Dachmarke „Das gesunde Plus“ drei Dilutionen erhältlich: zwei Komplexmittel – Kreislauftropfen und Hustentropfen – sowie ein Nerven-Tonikum.

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