Homöopathie-Kritiker gegen Apothekenpflicht

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Auch auf Politik, Hochschulen und Gesundheitswesen wollen die Mitglieder mit ihren Aktivitäten einwirken. Wissenschaftliche Fachverbände sollen dafür gewonnen werden, sich zu den Grundlagen der Homöopathie eindeutig zu positionieren. Diese seien „abstrus“, so das Netzwerk: Die gängigen Aussagen zur Homöopathie seien voll von Falschbehauptungen – etwa was die Studienlage, einen Wirkmechanismus oder Erklärungsmodelle angeht. Dies müsse von Politik und Wissenschaft öffentlich richtig gestellt werden.

Langfristig will das Netzwerk die Homöopathika aus dem Gesundheitswesen verbannen. So wird die beispielsweise Abschaffung der Apothekenpflicht für homöopathische Medikamente gefordert. Diese rechtliche Sonderstellung gaukele dem Patienten eine Gleichstellung von Homöopathie und wissenschaftsbasierter Medizin vor. Man sei sich darüber im Klaren, dass es auch in der evidenzbasierten Medizin viele Lücken gebe. Jedoch ändere dies nichts an der Stellung der Homöopathie selbst.

Mehrere bekannte Homöopathiekritiker sind in der Gruppe vertreten: Als Leiterin fungiert die Ärztin Dr. Nathalie Grams. Die ehemalige Homöopathin war nach eigenen Aussagen lange Zeit selbst von der Wirkung der Globuli und Dilutionen überzeugt. Während der Recherche für ein Buch über die alternative Medizin hatte die Ärztin jedoch festgestellt, dass sie jahrelang daneben gelegen hatte. Sie ist sich heute nach eigener Aussage sicher, dass die Kügelchen aus Zucker keine Heilwirkung haben.

Stark vertreten ist die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Auch ein Pharmazeut macht mit: Der österreichische Apotheker Dr. Edmund Berndt, langjähriger Apotheker in Lenzing und Mitglied der österreichischen Initiative für wissenschaftliche Medizin, gehört dem Netzwerk an.

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