Höhere Belastung für Pollenallergiker

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Sorgen-Duo Allergie und Corona

Gerade Menschen, die ihre Allergie noch nicht ganz einzuordnen wissen, könnten die einsetzenden Symptome fehldeuten. Zu den Leitsymptomen von Heuschnupfen zählen tränende Augen und eine laufende Nase – beide Anzeichen sprechen nicht für Corona. Covid-Patienten leiden eher unter Husten, Fieber und Gliederschmerzen. Erschöpfung und Müdigkeit kann bei beiden Erkrankungen auftreten. Wer sich unsicher ist, der kann sollte beim Hausarzt anrufen. Ein Antigen-Schnelltest kann zeitnah ein zuverlässiges Ergebnis liefern und dem Betroffenen Vergewisserung geben.

Anfängliche Unsicherheiten in Bezug auf verschiedene Medikamente, die bei Allergien eingesetzt werden, konnten in der zweiten Heuschnupfensaison innerhalb der Pandemie weitestgehend geklärt werden. Im vergangenen Jahr stand vor allem Cortison im Fokus der Diskussion, da es dafür bekannt, das Immunsystem zu schwächen. Viele Allergiker hatten daher Sorge, ihre Medikation fortzuführen. Verschiedene Fachgesellschaften warnen vor einem eigenmächtigen Absetzen nasaler Corticoide – eine Verschlechterung der Allergiekontrolle könnte demnach den Körper mehr belasten als eine weitergeführte Cortison-Therapie. Im Zweifelsfall sollte die Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Sicherlich unangenehmer wird die diesjährige Pollensaison durch die Maskenpflicht. Zwar werden durch FFP2, KN95 & Co. ein Großteil der Allergene abgehalten, doch die Maske wird nur temporär getragen. Von daher werden Fließschnupfen und Niesanfälle nicht ausbleiben. Wer einmal stark unter der Maske niesen musste, der weiß, wie unangenehm der Tragekomfort danach ist. Um einen weiterhin guten Schutz zu haben sollten Allergiker ihre Masken durchaus häufiger wechseln. Feuchte Masken sind ebenfalls zu wechseln und zu trocknen. Heuschnupfengeplagte sollten ihre Masken nicht draußen trocknen lassen, hier besteht die Gefahr, dass sich Pollen auch auf der Innenseite der Maske ablagern.

 

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