Herpes durch Shingrix-Impfung?

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Der Impfstoff ist zur Vorbeugung von Herpes zoster und postzosterischer Neuralgie bei Erwachsenen ab dem 50. Geburtstag zugelassen. Zur Grundimmunisierung sind zwei Impfdosen zu je 0,5 ml nötig. Die bald verfügbare Ware sollte daher primär für die Patienten verwendet werden, die bereits die erste Impfdosis erhalten haben und den Schutz so komplettieren können. Eine zweite Impfdosis sollte im Abstand von zwei bis sechs Monaten nach der ersten verabreicht werden. „Der Arzt sollte sicherstellen, dass er jeden Patienten zweimalig impfen kann, bevor er bei weiteren Patienten mit der Impfung beginnt“, rät GSK.

Für die kommenden Monate sind zusätzlich größere Mengen der 10er-Packung geplant. Der Hersteller räumt ein, den hohen Bedarf in Deutschland derzeit noch nicht komplett abdecken zu können. „GSK arbeitet aber mit Hochdruck daran, die Verfügbarkeit des Impfstoffes gegen Gürtelrose zu verbessern.“ Der Konzern baut seine Produktions- und Verpackungskapazitäten in Europa und den USA langfristig aus. Möglicherweise wird im zweiten Halbjahr mehr Impfstoff als im ersten zur Verfügung stehen. Dennoch werde trotz aller Bemühungen die Einzelpackung voraussichtlich erst Ende des Jahres wieder verfügbar sein.

Die Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie und der Kostenübernahme war ein Ritterschlag für die Vakzine. Immerhin hatte sich die Stiko noch im August 2017 gegen eine Empfehlung als Standardimpfung der bereits seit mehreren Jahren verfügbaren Lebendvakzine Zostavax (MSD) ausgesprochen.

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