Rote-Hand-Brief

Hautkrebsrisiko unter HCT APOTHEKE ADHOC, 17.10.2018 11:24 Uhr

Berlin - Hautkrebs unter Hydrochlorothiazid (HCT): Das Thiazid-Diuretikum ist bekannt für seine Photosensibilisierung der Haut. Ein aktueller Rote-Hand-Brief informiert über das Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC), Plattenepithelkarzinom der Haut. Bereits im Juni hatten dänische Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem Arzneimittel und Karzinomen festgestellt und publiziert.

Ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen unter HCT geht mit einer steigenden kumulativen Arzneimitteldosis einher. Hautveränderungen sind sowohl bei einer Einnahme von Mono- als auch Kombinationspräparaten möglich. Als möglicher Mechanismus für die Entstehung von Hautkrebs wird die photosensible Wirkung von HCT diskutiert. Die Fachinformation und Packungsbeilagen werden entsprechend aktualisiert.

Patienten sollten über die unerwünschte Arzneimittelwirkung informiert werden und ihre Haut regelmäßig auf neue Veränderungen oder jene an bestehenden Läsionen untersuchen lassen. Verdächtige Hautveränderungen sollen gemeldet und untersucht werden. Dabei sind histologische Untersuchungen von Biopsien vorzunehmen. Meldungen des Verdachtes einer Nebenwirkung sind für die kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses unerlässlich.

Unter HCT sollten ausgedehnte Sonnenbäder vermieden werden. Die Patienten sollten die Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlen reduzieren. Ein angemessener Sonnenschutz soll bei Sonnenexposition das Hautkrebsrisiko minimieren. Bereits an NMSC erkrankte Patienten sollten nur nach sorgfältigem Abwägen mit dem Thiazid-Diuretikum behandelt werden.

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