Grippeimpfstoffe sind aufgebraucht

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Auch in Baden-Württemberg ist der Grippeimpfstoff Mangelware. Ob Großhändler und Apotheker die Import-Möglichkeit genutzt haben, ist dem Ministerium nach Angaben eines Sprechers nicht bekannt. Das Land habe keinen direkten Einfluss auf die bestellten Impfstoffmengen. Da in dieser Influenza-Saison annähernd so viel Impfstoff auf dem Markt zur Verfügung stehe wie in der letzten Saison, bedeute der aktuelle Engpass, dass bereits sehr viele Menschen gegen Grippe geimpft seien, teilte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) mit.

„Das ist aus meiner Sicht eine positive Nachricht, und genau deshalb habe ich schon vor Monaten öffentlich dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen.“ Denn grundsätzlich gelte: Je mehr Menschen geimpft seien, umso weniger könnten sich die Influenzaviren weiterverbreiten. Andererseits sei es bedauerlich, wenn impfwillige Bürger bei ihrem Arzt oder ihrer Apotheke keinen Impfstoff erhalten könnten. Daher begrüße er, dass die Regierungspräsidien als zuständige Arzneimittelaufsichtsbehörden den Weg für den Bezug von Impfstoffen aus dem Ausland frei gemacht haben.

Trotz Importen aus dem Ausland ist auch im Saarland nach Einschätzung der Apothekerkammer kein Grippeimpfstoff mehr verfügbar. Eine genaue Zahl der importierten Impfdosen sei nicht bekannt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Saarbrücken. Die Apothekerkammer sprach von Lieferungen aus Polen und Frankreich, wobei es sich nur um sehr kleine Mengen gehandelt habe. Die saarländische Landesregierung nehme die Influenzasituation sehr ernst: Der Sprecher kündigte eine enge Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft, der Kassenärztliche Vereinigung und der Apothekerkammer an.

In Mecklenburg-Vorpommern hab es keine Probleme mit fehlendem Grippeimpfstoff gegeben. In den Gesundheitsämtern stehen den Angaben zufolge noch rund 1000 Impfdosen zur Verfügung, insgesamt waren nach frühen Lagus-Angaben 20.000 Dosen beschafft worden. Importe aus dem Ausland seien nicht nötig gewesen.

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