G-BA: Shingrix wird Kassenleistung

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Nach Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkranken in Deutschland jedes mehr mehr als 300.000 Menschen an Gürtelrose. Etwa 5 Prozent der Patienten entwickeln als Komplikation eine postherpetische Neuralgie, die von schweren Nervenschmerzen über Wochen bis Monate nach Abheilen der Bläschen gekennzeichnet ist. Therapiert wird die Erkrankung mit Virostatika, beginnend am zweiten oder dritten Tag nach dem Auftreten der ersten Symptome. Geeignet sind die generischen Wirkstoffe Aciclovir und Valaciclovir sowie Brivudin. Die Arzneistoffe verfolgen ein unterschiedliches Dosierschema über sieben Tage: So wird Brivudin nur einmal täglich eingenommen. Aciclovir soll in den verschiedenen Stärken bis zu fünfmal täglich genommen werden. Erwachsene, die mit Valaciclovir behandelt werden, nehmen dreimal täglich eine Tablette ein. Gegen die Nervenschmerzen können neben Ibuprofen oder Novaminsulfon auch Gabapentin oder Pregabalin eingesetzt werden.

Nicht nur systemisch, sondern auch lokal wird eine Gürtelrose behandelt. Geeignet sind Lösungen oder Salben, die einen austrocknenden Effekt haben. Patienten behandeln die Stellen zum Beispiel mit Zinksalben oder Anaesthesulf Lotio (Polidocanol, Infectopharm). Die Schüttelmixtur enthält ebenfalls Talkum und Titandioxid, das Lokalanästhetikum nimmt den Juckreiz und den Schmerz.

Shingrix ist zur Vorbeugung von Herpes zoster und postzosterischer Neuralgie bei Erwachsenen ab dem 50. Geburtstag zugelassen. Zur Grundimmunisierung sind zwei Impfdosen zu je 0,5 ml nötig. Die zweite Impfung erfolgt im Abstand von zwei Monaten auf die erste Dosis. Wenn nötig, kann die zweite Gabe auch mit einem Abstand von zwei bis sechs Monaten erfolgen.

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