Fluorchinolone: Warnung vor Aortenaneurysma

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In sehr seltenen Fällen würden Patienten, die mit Fluorchinolonen oder Chinolonen behandelt wurden, dauerhafte Nebenwirkungen erleiden, die sich hauptsächlich auf die Sehnen, Muskeln oder Knochen sowie das Nervensystem beziehen. Dass Fluorchinolone Sehnenschäden in Form von Entzündungen oder Rissen verursachen können, ist bereits seit den 60er-Jahren bekannt und wurde bereits in die Produktinformationen aufgenommen.

Die Ruptur der Achillessehne wird dabei als besonders gefährlich angesehen und tritt mit erhöhtem Risiko bei älteren Personen ab dem 60. Lebensjahr auf. Die unerwünschte Arzneimittelwirkung kann bereits wenige Stunden nach der Einnahme auftreten oder bis zu vier Wochen nach Therapieende.

Die Empfehlungen des PRAC werden nun dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA übermittelt, der das endgültige Gutachten erstellen wird. Ärzte sollen, wenn antibiotische Therapiealternativen vorliegen, Fluorchinolone nicht mehr verordnen. Chinolone sollen nach der aktuellen Bewertung des PRAC komplett vom Markt genommen werden, da diese nur für Infektionen zugelassen seien, die mit der Stoffgruppe nicht mehr behandelt werden sollen. In Deutschland sind die Arzneistoffe bereits vom Markt verschwunden, in anderen europäischen Ländern ist die Stoffgruppe jedoch noch verfügbar.

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