Fieber: Temperatur-Regulation im Körper

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Um die Temperatur weiter anzuheben, nutzt der Körper das Prinzip des Muskelzitterns. Das Phänomen des „Febris undularis“ – besser bekannt als Schüttelfrost – sorgt für einen schnellen Anstieg der Körperkerntemperatur. Denn viele Stoffwechselvorgänge laufen bei erhöhter Temperatur schneller ab – so auch die Eliminierung von Krankheitserregern. Wadenwickel können immer dann angewendet werden, wenn der/die Betroffene nicht friert.

Keine Wadenwickel bei Personen die frieren

Klagt der/die Erkrankte über kalte Füße oder Hände, so sollte mit Wadenwickeln gewartet werden. Generell sollten die Gelenke ausgespart werden. Fiebersenkende Arzneistoffe können dennoch evrabreicht werden. Die Auswahl des Arzneistoffes hängt vor allem vom Alter ab. So ist Acetylsalicylsäure innerhalb der Selbstmedikation bei Kindern unter 12 Jahren tabu. Das Medikament steht im Verdacht, das sogenannte Reye-Syndrom auszulösen. Hierbei handelt es sich um eine akute Enzephalopathie. Paracetamol und Ibuprofen können hingegen bereits bei Kleinkindern gegeben werden. Hier wird am besten nach Gewicht dosiert.

Das Wasser der Wickel sollte keinesfalls kalt sein, sondern lediglich 2-3°C unter der normalen Körpertemperatur liegen, damit der Kreislauf nicht zu stark belastet wird. Die Zugabe von Essig wird als zusätzlich fiebersenkend postuliert. Hier können auch Essigsocken zur Anwendung kommen. Der Essig wird mit fünf Teilen Wasser gemischt, die Socken in der Lösung getaucht und anschließend ausgewrungen.

Fieber kommt nicht immer durch eine Infektion

Kund:innen, die eine Beratung zum Thema Fieber wünschen, sollten darauf hingewiesen werden, dass eine erhöhte Körpertemperatur nicht immer auf eine Ifnektion mit Viren oder Bakterien zurückzuführen ist. Neben erblichen Fiebererkrankungen, wie dem periodischen Fiebersymptom, können auch Autoimmunerkrankungen (beispielsweise Rheuma) Fieber auslösen. Im Rahmen von bestimmten Tumorerkrankungen und auch nach Medikamenteneinnahme kann Fieber entstehen („Drug fever“). Es gibt auch ein psychisches Fieber. Hier kommt es selten zu wirklich hohen Temperaturanstiegen, jedoch kann der Körper über einen längeren Zeitraum eine Körperkerntemperatur von 38 Grad aufweisen.

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