Multiple Sklerose

Evobrutinib: Merck startet Phase-III-Studien APOTHEKE ADHOC, 11.09.2019 13:15 Uhr

Die Studien werden unter besonderen Aspekten durchgeführt: Merck arbeitet mit dem Accelerated Cure Project for Multiple Sclerosis (ACP) und dessen Forschungsnetzwerk „iConquerMS“ zusammen, um den Blickwinkel von Menschen mit MS kennenzulernen und diesen beim Design und der Durchführung der klinischen Studien zu berücksichtigen. Hierzu konnte ein Gremium aus MS-Patienten während der bisherigen Zusammenarbeit einen Einblick in den Alltag mit MS geben. Hervorzuheben ist laut Hersteller die Rückmeldung zur Wahl von Studien-Endpunkten bei Patient Reported Outcomes (PRO), die auf der Wahrnehmung einer Krankheit und ihrer Behandlung durch den Patienten beruhen. Im Mittelpunkt der Initiative standen zwei PROs, die als sekundäre Endpunkte in den Studien berücksichtigt wurden: Die Veränderungen des MS-Scores für die körperliche Funktion, sowie des Scores für Fatigue zwischen Studienbeginn und Woche 96.

Evobrutinib befindet sich derzeit noch in der klinischen Entwicklungsphase: Der Wirkstoff wird als potenzielle Behandlung für Multiple Sklerose (MS), rheumatoide Arthritis (RA) und systemischen Lupus erythematodes (SLE) untersucht. Es handelt sich dabei um einen oralen, hochselektiven Hemmer der Brutontyrosinkinase (BTK), die für die Entwicklung und Funktionsweise von unterschiedlichen Immunzellen einschließlich B-Lymphozyten und Makrophagen wichtig ist. Primäre B-Zell-Reaktionen wie Proliferation und Freisetzung von Antikörpern und Zytokinen werden ohne direkte Auswirkungen auf die T-Zellen gehemmt. Durch die Unterdrückung der autoantikörper-produzierenden Zellen durch die BTK-Hemmung könnte der präklinischen Forschung zufolge ein möglicher Therapienutzen bei bestimmten Autoimmunerkrankungen bestehen.

Bei MS zerstören Immunzellen die isolierende Hüllschicht der Nervenfasern – die sogenannte Myelinscheide – sodass die Weiterleitung von Signalen gestört ist. Die meisten Patienten bemerken die ersten Symptome im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Die Symptome können unterschiedlich sein, wobei vor allem Sehtrübung, Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen sowie Kraftlosigkeit und Koordinationsprobleme auftreten. Am weitesten verbreitet ist die schubförmig verlaufende MS. Die Zahl der weltweit an MS erkrankten Menschen wird auf 2,3 Millionen geschätzt, Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

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