Nutzen-Risiko-Verhältnis

Einschränkungen für Esmya empfohlen APOTHEKE ADHOC, 13.02.2018 11:55 Uhr

Esmya enthält 5 mg Wirkstoff und ist seit 2012 in der EU für die Behandlung der nicht-kanzerogenen Wucherungen der Gebärmutter bei Frauen bis zum Erreichen der Menopause zugelassen. Die orale Therapie kommt bis zu drei Monate lang vor der Operation und der Entfernung der Myome zum Einsatz. Das erste Behandlungsintervall sollte während der ersten Menstruationswoche starten. Das folgende Intervall sollte frühestens während der ersten Woche der zweiten Menstruation nach dem abgeschlossenen ersten Therapiezeitraum beginnen. Die dreimonatige Behandlung kann mit Unterbrechungen zwischen jedem Behandlungszyklus wiederholt werden.

Ulipristal bindet als oral wirksamer, synthetischer und selektiver Progesteronrezeptormodulator an Rezeptoren auf Zellen, an die das Hormon normalerweise bindet, und verhindert damit den Effekt des Progesterons. Der Arzneistoff besitzt somit eine direkte Wirkung auf die Myome und reduziert deren Größe, da das Hormon das Myom-Wachstum fördern kann. Ulipristal hemmt die Zellteilung und löst zudem eine Apoptose aus. Häufige Nebenwirkungen während der Therapie können Amenorrhoe und eine Verdickung des Endometriums sein.

Als Notfallkontrazeptivum kann Ulipristal zu jedem Zeitpunkt des Menstruationszyklus eingenommen werden und ist seit 2015 rezeptfrei erhältlich. Hier sind keine schwerwiegenden Fälle von Leberschäden bekannt: „Es gibt derzeit keine diesbezüglichen Bedenken zu diesem Arzneimittel“, schreibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Versagen der Kontrazeption sollte EllaOne binnen 120 Stunden – entsprechend fünf Tagen – eingenommen werden. Kommt es innerhalb von drei Stunden nach dem Schlucken der Tablette zum Erbrechen, ist die Einnahme einer weiteren Tablette notwendig.

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