Ibu-Engpass

Dolormin: Bis November defekt Nadine Tröbitscher, 30.08.2019 15:14 Uhr

Grund für den Engpass war der Hurricane „Harvey” im Jahr 2017, der in den USA zu Stromausfällen und in der Folge zu Produktionsausfällen führte. Betroffen war eine von weltweit sechs Ibuprofen-Fabriken – BASF in Bishop, Texas. Seit 1992 wird dort Ibuprofen produziert. Das Werk ist mit einer Kapazität von 5000 Tonnen pro Jahr einer der führenden Produzenten von Ibuprofen weltweit; rund ein Sechstel des globalen Bedarfs kommt von BASF. 2021 will der Konzern in Ludwigshafen eine weitere Anlage in Betrieb nehmen. Daran ändern auch die massiven Einsparpläne nichts.

Eigentlich sollte der Ausfall des Ibuprofen-Werks von BASF in Bishop nur drei Monate dauern. Ende Januar hatte der Konzern dann die mechanische Inbetriebnahme der Anlage erfolgreich abgeschlossen. Im nächsten Schritt wurden die Geräte und Verbindungen gereinigt. Alleine 25 Kilometer lang sind die Pipelines zwischen den einzelnen Einheiten, dazu kommen rund 150 Geräte, die für die Ibuprofen-Produktion notwendig sind. Entsprechend aufwändig waren die Kontroll- und Wartungsarbeiten. 350 zusätzliche Mitarbeiter waren beim Chemiekonzern damit beschäftigt, den Standort wieder ans Netz zu bekommen. Ab September soll dann nicht nur die bisherige Kapazität wieder erreicht werden, sondern zusätzliche Volumina produziert werden können.

Die anderen fünf Ibuprofen-Produzenten des Wirkstoffes (Active Pharmaceutical Ingredient, API) für den Weltmarkt sind derzeit Hubei Granules-Biocause und Shandong Xinhua aus China, Solara und IOLPC aus Indien sowie SI Group aus den USA. Die Marktanteile sind annähernd gleich verteilt, was für die Auslastung der gesamten Kapazitäten spricht. Jede der sechs Fabriken produziert zwischen 10 und 20 Prozent des gesamten Weltmarkts.

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