Finalgon will raus aus der Nische

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Das Problem: Bei Patienten, die nur den Einzelwirkstoff Nonivamid erhalten hatten, wurde eine fast ebenso starke Schmerzlinderung beobachtet wie bei den Studienteilnehmern, die beide Wirkstoffe aufgetragen hatten. Die sogenannte „Kombinationsrationale“, die vom BfArM für die Zulassung eines Kombinationsarzneimittels gefordert wird, wurde damit nicht erreicht.

Boehringer hofft dennoch, Finalgon-Salbe irgendwann wieder gegen Schmerzen vermarkten zu können. Derzeit verweist der Konzern darauf, dass Ärzte auf Basis der neuen Studiendaten das Produkt off-label verschreiben können. Proaktiv werde dies aber nicht beworben. Dennoch sei man zuversichtlich, demnächst neue Daten für die Finalgon-Produkte vorlegen zu können, die die Wirksamkeit und Sicherheit der Palette für den Einsatz bei Schmerzen belegen können.

Darunter fällt auch die „Finalgon Wärmecreme stark“. Eine gerade abgeschlossene Studie soll Belege für die schmerzlindernde Wirkung des niedriger dosierten Produktes liefern. Derzeit ist die Creme nur indirekt gegen Schmerzen einsetzbar: Laut Indikation sollen die Wirkstoffe im Rahmen der Schmerzbehandlung die Durchblutung fördern. Aufgrund dieser Formulierung darf aber laut Heilmittelwerbegesetz (HWG) auch nur für die Durchblutungsförderung, nicht aber für die Wirkung gegen Schmerzen geworben werden.

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