Dailiport: Tacrolimus einmal täglich

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Tacrolimus

Tacrolimus ist ein Makrolid, das ursprünglich aus Streptomyces tsukubaensis isoliert wurde und eine starke immunsuppressive Wirkung zeigt. Der gesamte Wirkmechaniusmus ist noch nicht aufgeklärt. Viele Prozesse in Körper- und Immunzellen nach der Gabe von Tacrolimus sind bisher ungeklärt. Bisher bekannt ist, dass der Arzneistoff in der Lage ist, an verschiedene intrazelluläre Proteine zu binden. Diese sogenannten Immunophiline dienen als Rezeptor für einige immunsuppressive Medikamente. Tacrolimus ist zur Prophylaxe der Transplantatabstoßung bei erwachsenen Nieren- oder Leber-Allotransplantatempfängern und zur Behandlung der Allotransplantatabstoßung indiziert, die gegen die Behandlung mit anderen immunsuppressiven Arzneimitteln bei erwachsenen Patienten resistent sind.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkung unter der Einnahme von Tacrolimus gehören:

  • Tremor
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall und Übelkeit
  • Hypertonie
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Hyperglykämische Zustände und Diabetes mellitus
  • Hyperkaliämie
  • Schlaflosigkeit

Zahl der Organspender stark gestiegen

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stehen in Deutschland derzeit etwa 9500 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die positive Einstellung der Menschen in Deutschland gegenüber einer Organ- und Gewebespende ist so hoch wie nie: Während es 2017 noch 797 Organspender gab, konnte 2018 ein Anstieg um 20 Prozent verzeichnet werden. Im Vergleich zu Anfang 2019 bis heute stiegen die Zahlen erneut um mehr als zehn Prozent an, die Nachfrage nach Organspendeausweisen stieg um ein Drittel – rund 1000 Organspender sind mittlerweile registriert. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ruft anlässlich des Tages alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, eine persönliche Entscheidung zur Organspende zu treffen und diese zu dokumentieren: „Das Interesse am Thema ist groß wie nie. Die Zahl derjenigen, die einen Organspendeausweis ausgefüllt haben, ist gestiegen. Die Zahl der tatsächlichen Organspenden auch. Diesen Rückenwind sollten wir jetzt gemeinsam nutzen.“

 

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