Bevespi Aerosphere: Neue Galenik für bessere Wirkung

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Formoterol

Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika. Formoterol bewirkt inhalativ eingenommen eine Entspannung der glatten Muskulatur der Bronchien. Dadurch kommt es zu einer Erweiterung der Bronchien und das Atmen wird erleichtert. Nur ein geringer Wirkstoffanteil gelangt direkt zur Bronchialschleimhaut, ein Großteil wird geschluckt und über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und verstoffwechselt. Eingesetzt wird der Wirkstoff bei Asthma bronchiale und COPD. Formoterol ist als Mono- oder Kombipräparat auf dem Markt: Die Kombination mit dem Glucocorticoid Budesonid ist zur Behandlung von COPD und Asthma zugelassen. In Kombination mit Aclidinium wird Formoterol bei Patienten mit vornehmlich nächtlichen Beschwerden eingesetzt.

Glycopyrroniumbromid

Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Parasympatholytika – er hemmt die Effekte von Acetylcolin kompetitiv an den muskarinartigen cholinergen Neuronen. Eine übermäßige Sekretproduktion in den Bronchien wird durch die Wirkung auf die M-Cholinrezeptoren eingeschränkt. Die benötigte Dosierung ist so gering, dass kaum mit anticholinergen Nebenwirkungen zu rechnen ist. Der Wirkstoff kann aufgrund seiner Sekret-hemmenden Wirkung auch bei schweren Formen der Hyperhydrosis eingesetzt werden. Die Erfahrungen mit diesen Therapieformen sind allerdings begrenzt – Wirksamkeitsbelege anhand von Studien fehlen.

COPD – Die Erkrankung

Mehr als 200 Millionen Menschen hierzulande leiden an COPD – Tendenz steigend. Die COPD ist eine fortschreitende und bislang nicht heilbare Lungenerkrankung. Die Therapie beschränkt sich darauf, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Symptome zu mildern. Es kommt zu einer chronischen Verengung der Atemwege, charakteristische Symptome der Erkrankung sind daher Husten, Atemnot und Auswurf. Zusätzlich kann es zur Ausbildung von Entzündungen und zur Schädigung des Lungengewebes kommen.

Ein weiterer Risikofaktor sind die episodisch Auftretenden Exazerbationen: Es handelt sich dabei um zeitweise Verschlechterungen, die oft plötzlich auftreten und die Symptomatik drastisch verschlechtern. Etwa 80 Prozent der Verschlechterungen treten im Winter auf. Betroffene fühlen sich aufgrund der akut verschlechterten Lungenfunktion für mehrere Tage krank und leistungsschwach. Bereits in frühen Krankheitsstadien erleiden Patienten häufige Exazerbationen. Mit jeder COPD-Exazerbation steigt das Risiko für zukünftige Verschlechterungen.

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