Cannabis

Betäubungsmittel per Versand – ist das erlaubt? Deniz Cicek-Görkem, 28.12.2018 09:09 Uhr

In gleicher Weise läuft die Versandabwicklung bei einem weiteren Apotheker ab: „Alles was derzeit lieferbar ist, haben wir an Lager”, sagt er und bestätigt, auch BtM zu versenden. „Wir haben uns auf Cannabis-Medikamente spezialisiert und versenden nur solche.” Er fügt hinzu: „Der Versand von Cannabis ist eine logistische Herausforderung, vor allem was Beratung, Rezeptgültigkeit und Lieferfähigkeit der einzelnen Blütensorten betrifft.” Da er Angst vor einem „Ansturm” von Patienten und vielmehr von solchen Leuten habe, die Cannabis gar nicht zu medizinischen Zwecken benötigten, möchte er nicht namentlich genannt werden. „Mit Cannabis ist das so eine Sache.“

Ein Apotheker, der offen damit umgeht, ist Tobias Loder, Inhaber der Apotheke Lux99 (Hürth). Er bietet seit kurzem den Versand von Arzneimitteln auf Basis von Cannabis an. Einen Hehl daraus macht er nicht: „Es ist nicht verboten und damit erlaubt.” Denn auch die BtM-Bestellungen der Apotheke kämen doch per Post an. Der Pharmazeut hat auch eine Website speziell für Cannabis-Patienten anlegen lassen. Hier können die Betroffenen Verfügbarkeitsdaten ihrer Blütensorte live aufrufen.

Die Apotheke ist nach eigenen Angaben beim Thema Cannabis sehr erfahren: „Aus der Betreuung zahlreicher Patienten verfügen wir auch über praktische Erfahrung hinsichtlich verschiedener Applikationsarten (Rauchen, Verdampfen, Essen, Trinken, Öle, Extrakte, Kapseln), geeigneter Dosierungsschemata und der Herstellung von Extrakten. Das Rauchen der Blüten ist aus medizinischer Sicht abzulehnen und ist für die meisten Patienten keine Option. Neben den aktuell erhältlichen Blüten führen wir auch alle Fertigarzneimittel auf Cannabis-Basis als Lagerartikel”, heißt es auf der Website.

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