Krebsmedikamente

Bavencio: Empfehlung bei Nierenzellkarzinom APOTHEKE ADHOC, 09.10.2019 12:10 Uhr

Bei RCC handelt es sich um eine stark vaskuläre Tumorart, bei der der endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) eine wichtige Rolle spielt. 2018 wurden in Europa schätzungsweise 136.500 Nierenkrebs-Neuerkrankungen diagnostiziert, ungefähr 54.700 Menschen starben an der Erkrankung. Das RCC ist die häufigste Form von Nierenkrebs und macht etwa 3 Prozent aller Krebserkrankungen bei Erwachsenen aus. Bei ungefähr 20 bis 30 Prozent der Patienten wird das RCC erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit metastasiertem RCC beträgt etwa 12 Prozent. „Die Erkrankungsraten an Nierenkrebs in Europa zählen mit zu den höchsten weltweit und schlagen sich in einer hohen Krankheitslast nieder“, sagte Dr. Chris Boshoff von Pfizer.

In den USA ist Bavencio in Kombination mit Axitinib seit Mai für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem RCC zugelassen. Das Arzneimittel wurde von der FDA außerdem beschleunigt zugelassen für die Behandlung von Erwachsenen und Kindern ab zwölf Jahren mit metastasiertem Merkelzellkarzinom (mMCC) sowie Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom, deren Tumorerkrankung unter oder nach platinhaltiger Chemotherapie beziehungsweise innerhalb von zwölf Monaten nach neoadjuvanter oder adjuvanter Behandlung mit einer platinhaltigen Chemotherapie fortgeschritten ist.

Ein ergänzender Zulassungsantrag für bei inoperablem oder metastasiertem RCC wurde im Januar in Japan eingereicht. Im September 2017 hat die EU-Kommission eine bedingte Marktzulassung für Bavencio als Monotherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Merkelzellkarzinom (MCC) erteilt. Im Novermer 2017 verfehlte das Präparat in einer wichtigen Lungenkrebs-Studie sein Endziel, im Februar 2018 floppte der Wirkstoff erneut im Bereich Lungenkrebs.

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