Erhaltungstherapie bei Urothelkarzinom

Bavencio bald Erstlinie? APOTHEKE ADHOC, 24.06.2020 08:48 Uhr

Breit gefächerte Zulassungen

Derzeit hat Bavencio bereits in 50 Ländern weltweit die Zulassung für verschiedene Indikationen: In der EU ist Bavencio in Kombination mit Axitinib als Erstlinientherapie bei erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) zugelassen. Im September 2017 kam eine bedingte Marktzulassung als Monotherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem Merkelzellkarzinom (mMCC) hinzu.

In den USA ist das Arzneimittel ebenfalls in Kombination mit Axitinib zur Erstlinienbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) indiziert. Avelumab wurde außerdem beschleunigt für die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit metastasiertem Merkelzellkarzinom (mMCC) sowie Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom (UC), deren Tumorerkrankung unter oder nach platinhaltiger Chemotherapie beziehungsweise innerhalb von zwölf Monaten nach neoadjuvanter oder adjuvanter Behandlung mit einer platinhaltigen Chemotherapie fortgeschritten ist, zugelassen.

Basis für die beschleunigte Zulassung in diesen Indikationen ist die Tumoransprechrate und die Ansprechdauer. Die Aufrechterhaltung dieser Zulassung kann abhängig vom Nachweis und der Beschreibung des klinischen Nutzens im Rahmen von konfirmatorischen Studien sein. In den vergangenen Jahren musste der Wirkstoff jedoch auch Rückschläge verkraften: Im November 2017 verfehlte das Präparat in einer wichtigen Lungenkrebs-Studie sein Endziel, im Februar 2018 floppte der Wirkstoff erneut im Bereich Lungenkrebs.

Sicherheitsprofil von Bavencio

Bei Bavencio als Monotherapie kam es in Bezug auf Nebenwirkungen vor allem zu Fatigue, Übelkeit, Diarrhö, vermindertem Appetit, Obstipation, infusionsbedingten Reaktionen, Gewichtsabnahme und Erbrechen. Auch immunvermittelte Nebenwirkungen wie Pneumonitis und Hepatitis, Kolitis, Pankreatitis, Myokarditis, Endokrinopathien, Nephritis und Nierenfunktionsstörungen traten auf. In Kombination mit Axitinib führte Avelumab in einigen Fällen zu Diarrhö, Hypertonie, Fatigue, Übelkeit, Dysphonie, vermindertem Appetit, Hypothyreose, Husten, Kopfschmerzen, Dyspnoe und Arthralgie. Unter der Kombination der beiden Wirkstoffe wird zudem auf eine mögliche Hepatotoxizität hingewiesen.

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