Migräne-Antikörper

Austherapiert: Beträchtlicher Zusatznutzen für Erenumab APOTHEKE ADHOC, 06.02.2019 11:15 Uhr

Für die Bewertung wurden die Patienten mit mindestens vier Migränetagen pro Monat in drei Gruppen unterschieden und randomisierte kontrollierte Studien mit einer Mindestbehandlungsdauer von zwölf Monaten herangezogen.

  • Gruppe 1: unbehandelte Patienten sowie Patienten, die bereits auf eine prophylaktische Option nicht angesprochen haben, diese nicht vertragen wurde oder ungeeignet ist. Die Betroffenen kommen aber für eine Prophylaxe mit Metoprolol, Propranolol, Flunarizin, Topiramat oder Amitriptylin in Frage.
  • Gruppe 2: Patienten, die auf Metoprolol, Propranolol, Flunarizin, Topiramat oder Amitriptylin nicht ansprechen, diese nicht vertragen oder ungeeignet sind. Als Alternativen stehen jedoch Valproinsäure oder Botox zur Verfügung.
  • Gruppe 3: Patienten, für die lediglich eine Therapie mit „Best supportive Care“ (BSC) in Frage kommt.

Für die Patientengruppen 1 und 2 hatte der Hersteller keine Daten vorgelegt. Somit ist laut IQWiG in beiden Fällen ein Zusatznutzen nicht belegt. Anders sieht es bei der Patientengruppe 3 – den austherapierten Migränepatienten – aus. Hier sieht das IQWiG einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. Die Entscheidung geht auf die Ergebnisse der Studie „Liberty“ zurück, die über einen Zeitraum von zwölf Wochen mit Erenumab 140 mg und BSC oder Placebo plus BSC gesammelt wurden. Insgesamt wurden 246 Patienten randomisiert, die innerhalb der letzten drei Monate durchschnittlich vier bis 14 Migränetage im Monat – im Mittel 9,1 Tage – vorweisen und zwei bis vier medikamentöse Therapien zur Prophylaxe nicht den gewünschten Erfolg brachten. Als primärer Endpunkt galt die Reduktion der monatlichen Migränetage um ≥ 50 Prozent zu Woche 12.

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